Virtual Reality in der Bildung: Wie man das Lernen auf die nächste Stufe hebt

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Virtual-Reality-Education

Die Einsatzmöglichkeiten der VR-Technologie innerhalb des institutionellen Rahmens sind gigantisch. Sowohl in Schulen, in pädagogischen Handlungsfeldern wie auch in Unternehmen bieten VR-Brillen eine einzigartige Möglichkeit zur Bereicherung des Unterrichts bzw. der Fortbildung, indem sie für eine interessante und spaßige Vermittlung der Wissensinhalte dank edukativen VR-Erfahrungen sorgen.


Virtual Reality in der Bildung – Die Vorteile der VR-Brillen im Unterricht

“Der Lernprozess beginnt mit dem Aufsetzen einer VR-Brille” – ein Statement, das zur heutigen Zeit eher selten aus den Mündern von Lehrpersonal zu hören ist. Dennoch stammt es von zwei Naturwissenschaftslehrern/-innen aus San Francisco. Die beiden kollaborierten mit der Lernplattform Lifeliqe und bauten den kompletten Lehrplan auf der immersiven VR-Museum-App des Anbieters erfolgreich auf.

Auch Google lädt ganze Schulklassen mit einer mobilen VR-Brille und der VR-App Expeditionen auf Exkursionen in die gesamte Welt ein. Dabei dient der Lehrer als virtueller Reiseführer zu den spannendsten Orten der Welt und versorgt seine Klasse in digitalen Gefilden mit den wichtigen Informationen und Lerninhalten. Die App ermöglicht beispielsweise eine Reise zum Machu Picchu, quasi eine virtuelle Klassenfahrt ans andere Ende der Welt, ohne jemals das Klassenzimmer verlassen zu müssen.

Google-Expeditions

Google Expeditionen

Dies sind nur zwei von zahlreichen Beispielen für einen erfolgreichen Einsatz von Virtual Reality in Klassenzimmern. Neben den aufgeführten Schulbeispielen ist der Einsatz ebenso in weiteren Institutionen wie der Universität oder für Fortbildungen in Unternehmen denkbar. Doch welche Vorteile bringt die VR-Technologie für Lerner und Lernende?

Die Kombination aus Virtual Reality und Didaktik erweckt mehr Interesse, Aufmerksamkeit und Motivation beim Empfänger der Lerninhalte. Die Lernenden tauchen durch die Nutzung der VR-Brillen direkt und immersiv in den Lerninhalt ein, was zu einer interaktiven Lernerfahrung führt. Dadurch entwickeln sie eine persönlichere Perspektive zum Lernstoff, die Neugier und Spaß mit sich bringt. Der Unterricht wirkt emotional ansprechend, wodurch sich Lerninhalte besser im Gedächtnis verfestigen.

Ein weiterer Vorteil eröffnet sich in der Möglichkeit, die Kinästhetik in den Lernprozess einfließen zu lassen. Die Lernenden bewegen sich während der Aufnahme des Unterrichtstoffes und können interaktiv mit diversen Lerninhalten interagieren sowie diese teilweise berühren. Die Empfänger erhalten ein stärkeres Gefühl der Kontrolle, was zur Erhöhung des Selbstbewusstseins führen kann.

Bis es soweit ist bis VR-Brillen zur Standardausrüstung einer pädagogischen Einrichtung zählen, werden noch einige Jahre ins Land ziehen müssen. Doch auch der klassische PC galt vor vielen Jahren als unnützer Luxus. Heutzutage dient er als unabdingbare Bereicherung eines jeden Klassenzimmers. Digitale Whiteboards, Internet, Tablets und viele weitere technische Gerätschaften vereinfachen die Vermittlung der Unterrichtinhalte ungemein und gewähren grenzenlosen Zugang zu Informationen. Der Einsatz von VR-Brillen ist somit lediglich der nächste logische Schritt in der Evolution der Didaktik.

Last modified: 11. April 2019

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